Selbstzweifel

Wie so immer, gibt es eine Triade….entweder man ist ein Sorgentyp, Selbstzweifler oder Abhängigkeitstyp….

und wenn jetzt gerade wieder etwas aufbloppt, dass dir sagt:

Gibt es nicht noch eine 4.? Wie sieht es mit Mischformen aus?

In der Regel ist eins vorherrschend…aber: Je nachdem ob du eher der Sachliche, Beziehungstypische oder Handler bist, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit z.B. beziehungstypischer Sorgentyp/Selbstzweifler/Handler zu sein…das sind dann so zu sagen deine „Mischformen“, die du vielleicht bereits in deinem Kopf gebildet hast. Im übrigen hat jeder alles, aber wie immer unterschiedlich ausgeprägt. Sorge ist bisher (bin noch keine Mutter) eher auf mich selbst  bezogen -> durch meine Selbstzweifel…

Ich gehöre zu einem beziehungstypischen Selbstzweifler (erste Einschätzung und bisher komplett konform damit). Seit dem Wochenende hat sich da einiges getan.

Ich dachte ich schreib euch mal so auf, was uns aufgefallen ist, was so ganz typisch zu sein scheint….natürlich könnt ihr auch mal schauen, was bei euch so für Anteile rum schwirren. Und diese uns dann mitteilen. Es wurde nur von 2 Menschen zusammen gefasst…das nur sollte nicht abwertend sein. Es soll euch „nur“ zeigen, dass es nicht ALLES ist…und zudem in 20 min aufgeschrieben…..hat man mehr Zeit, heißt es nicht das mehr dabei raus kommt..trotzdem haha….ich bin jetzt schon total gespannt auf eure Reaktionen und ihr könnt sicher sein, dass einige Dinge nicht nur einem Selbstzweifler zuzuschreiben sind. Das ist Fakt.

Selbstzweifler

  • Kopfparty/-karussell/…. im Sekundentakt scheinen Gedanken rein zu strömen, ist das mal nicht der Fall, kann es genauso verwirrend sein…aber der Zustand ( wenn man nicht an sich arbeitet), dass diese schnellen Gedanken vorbei huschen, ist sehr unangenehm und kann jene Selbstzweifler wahnsinnig machen….für manche ist es wie ein Endlos-Strudel. Jede Entscheidung wird hinterfragt. Klingt übertrieben ich weiß. Hätte ich geschrieben „fast“ oder ein anderes Wort, dass es leicht abklingt, hätte ich mich jetzt zum Beispiel nicht wohl dabei gefühlt, weil es nicht stimmig für mich wäre. Eine innere Stimme sagt jetzt z.B.: ob es jemandem auffällt? Wer liest denn überhaupt so genau? Ist es verständlich?…bla bla bla…und mein neues Ich schaut sich diese Gedanken an und lässt sie weiter ziehen, weil sie für mich nicht mehr passen…
  • Sie (Selbstzweifler) fühlen sich oft unverstanden, denn nach außen wirken sie stark. Innen sieht es meist anders aus. Eine ständige Selbstbeurteilung oder Verstehen wollen, Erkennen, Analysieren von Situationen. Unsicherheit.
  • Körperliche Anspannung, Druck-Gefühl im Brustbereich/ Kopfbereich, schwammig/klein fühlen, zittern im Bauch/Gesichtsbereich, Tinitus, Herzklopfen…..
  • Für uns ist sogar die Beurteilung wirklich noch schlimmer (muss aber nicht sein), weil man dann schnell zu dem Schluss kommen mag aufzugeben oder Entscheidungen ab zu geben, weil man an den eigenen Fähigkeiten (ver-)zweifelt.
  • dissoziiertes Betrachten fällt schwer….man ist oft zu sehr IN der Situation drin, IM Kopf, IM Leid….etc.
  • Plan ABCDE….hat vielleicht auch ein „bisschen“ Perfektionismus enthalten, aber auch Unsicherheit, fehlendes Selbstbewusstsein etc. für alles gewappnet sein zu wollen…der Gedanke dahinter: Hab ich es in der Hand (ist zwar nicht real aber für die Person schon), bräuchte ich ja nicht mehr Selbstzweifeln. Zukunftsdenken kann dadurch wirklich in Horrorszenarien enden.
  • vieles persönlich nehmen….ich denke das erklärt sich von selbst hahaha
  • wenn außen mich lässt, dann ziehe ich mich in meine eigene Welt zurück…bei mir ist es dann so, dass ich irgendwann merke, dass mein Schatz mich beobachtet und ich merke das ich schon lange nicht mehr geredet habe…ich erkläre ihm dann, dass ich gerade einen Plan aufstelle, was als nächstes gemacht wird oder was mich beschäftigt…….vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen, ist dann auch sehr passend zu vielen Momenten….

Kleine Tipps:

Glücksdetektiv

lernen sich zu dissoziieren und zu schauen, ob es wirklich die Realität sein könnte? Dafür sollte man aber erst bewusst haben, dass es diese Gedankenschleifen gibt und nicht jeder Gedanke gedacht werden muss bzw. sinnvoll ist.

bedacht abwägen

Mir persönlich hilft die Vorstellung „worst case“ Szenario. Warum? Weil ich dann schauen kann, ob ich mit der Situation klar kommen würde…anderen kann es allerdings eher das Handeln vermiesen. Mich beruhigt es. Schau selbst. Und Finger weg, wenn es für dich nichts ist und nicht versuchen ein zu hämmern.

Selbstvertrauen/Selbstbewusstsein…suche dir selbst Möglichkeiten diese zu erlangen/aufzubauen, schließlich gibt es dafür genug Ideen im Netz.

 

 

 

41 Gedanken zu “Selbstzweifel

      1. ja, es war anfangs nicht leicht……aber es ist halt mentale Vorbereitung auf das Schlimmste, was meist eh nicht passiert, aber man traut sich dann 😉

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  1. Worst case hab ich mir abgewöhnt. Auch so Dinge, wie das Schlimmste erwarten und auf das Beste hoffen und so. Ich habe gelernt, meinen Gedanken einfach nicht mehr zu zuhören. Können gern Karussel fahren, ich mach nicht mit. Klappt meistens gut. Wichtig find ich auch für sich selbst Druck raus zu nehmen oder raus zu lassen, das treibt einen auch oft zu Selbstzweifeln (besonders als Mutter).

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    1. Super…danke für deine Worte 🙂 ….ja ich sag ja..für manche beruhigend für andere nicht..schön das du es für dich bereits weisst…generell denk ich das es einiges gibt was man tun könnte um da raus zu kommen aus dem Karussell….deswegen freue ich mich welche Tipps von außen kommen….

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      1. Mir helfen meine Achtsamkeitsübungen, im ärgsten Fall geh ich dafür unter die Dusche. Keine Ahnung, das Wasser beruhigt mich. Aber Achtsamkeit kann helfen, innerlich zumindest den Schritt weg von dieser Situation zu machen. Ich finde mit Atemübungen kann man generell, wenn man sich darauf einlassen kann, einen Weg für sich finden, nicht (zu sehr) in Selbstzweifel zu fallen.

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  2. Danke für den Beitrag, Anny, du hast mir damit irgendwie sehr geholfen. Kaum zu glauben, aber er kommt zur richtigen Zeit, wo mein Kopf Karussell fährt, die Selbstzweifel über alles erhaben sind und ich dazu wochenlang(!) mit Druckschmerzen in der Brust und Herzklopfen hinter mir habe, die noch immer nicht richtig verfliegen wollen. Es hört sich komisch an, aber ich fühle mich nach deinen Worten gerade ein wenig wohler.
    Noch was anderes: Früher warst du so aktiv auf meinem Blog, hast am meisten von allen kommentiert, hat das einen bestimmten Grund, warum du das nicht mehr machst? Fühlt sich irgendwie distanzierter an. Soll kein Vorwurf sein, nur eine Feststellung.
    Nochmals Danke für diesen Blogeintrag!
    Liebe Grüße,
    Jim

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    1. Schön das ich zur Rechten Zeit für dich geschrieben habe…das freut mich sehr sehr…..vielleicht musst du deinen Gefühlen Raum geben, anstatt dagegen an zu gehen….zumindest wirkt es so von hier….das andere warum ich bei dir nicht mehr so viel Lese: Ich habe plötzlich eine Distanz gespürt…in unseren Unterhaltungen…ist für mich ein energetisches Ding…und hab deine Texte oft angefangen zu lesen und konnte sie nicht beenden. Ich denke das du in mir auch so einiges ausgelöst hattest, womit ich aber in dem Moment noch nicht klar kam 🙂 war mir nicht einmal bewusst…schön das du nachfragst, jetzt kann es sich ja auflösen 😉 ….schön das du auf mich zukommst….das lustige ist: Ich dachte ähnlich von dir hahaha „MMH schade….Jim schreibt gar nicht mehr so oft bis gar nicht…“ …..Schön das wir drüber „geredet“ haben 😉 Find das ist n sau cooler Zug von dir….dann hab mal noch einen schönen Tag Großer! Fülle dich mit Sonnenstrahlen (rand)voll und schau mal was mein Beitrag bei dir öffnet :)…ganz liebe Grüße

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      1. Das hast du, weil ich zumindest dadurch den physischen Schmerz ein wenig lockern konnte, da der Arzt ja nichts finden konnte, du dagegen schon 🙂
        Oh wie gut, dass wir darüber jetzt sprechen! Ich wollte nicht, dass diese Distanz entsteht, sorry, wenn es irgendwie dazu gekommen ist. Habe mir aber auch gedacht, dass die Texte, zumindest die eher sehr melancholischen und von schweren Gedanken begleiteten Texte, dir eher deine wahnsinnig gute Laune und dein Bestreben, sie auf uns alle zu übertragen, einschränken könnten, deswegen ist das auch völlig okay, wenn es so sein sollte, definitiv.
        Und fühl dich nu zu nichts gezwungen ja? Es werden auch wieder Texte der positiveren Art kommen und daaann hoffe ich auch dich wieder damit ansprechen zu können. Umgekehrt werde ich auch wieder öfter auf deinem Blog unterwegs, liebe Anny! Genieß auch du den Tag 🙂

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    2. Was mir auch so geholfen hat: Es gibt viele die ähnlich fühlen. Auch wenn es kaum einer Anspricht…klar gibt es Menschen die den Selbstzweifel offen aussprechen..trotzdem sprechen sie ja nicht unbedingt „alles“ an…und ja es gibt Menschen die es nie nachvollziehen können….dann ist das eben so 🙂 seit dem eine Freundin und ich das klar haben, dass wir beide Selbstzweifler sind, ist unsere Bindung tiefer 😉

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      1. Es ist schön zu lesen, dass es das gibt und du jemanden gefunden hast, mit dem du darüber reden kannst, ich glaube tatsächlich, dass dies viel bringt, nur bin ich noch auf der Suche und kann mich nur schwer öffnen. Ich denke, das braucht Zeit 🙂

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      2. ich dachte immer, sich öffnen fällt schwer….aber eigentlich nicht….man selbst entscheidet schließlich wie viel man bei wem über was Preis gibt….ja mein Coach ist definitiv Gold wert….aber ich muss sagen das ich genauso tolle Gespräche auch mit meinem Partner habe und auch mit meiner Schwester, sowie einige Freunde….durch meine Öffnung, entstand eine ganz neue Konstellation, eine neue Gesprächs Art und Weise….der Selbstzweifler darf ja gern da sein…nur eben nicht permanent und unnötig eingesetzt…so wie ich es eben manchmal mache hahaha….fühl dich gedrückt….

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      3. Da magst du recht haben, und ich glaube dir gerne, dass durch das Selbstöffnen so viel neues entstehen kann, vor allem, wie wir zwischenmenschlich zueinander stehen, viel intensiver, mit viel mehr Verständnis für das, was der andere gerade (innerlich) durchmacht.
        Fühl dich auch gedrückt 🙂

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  3. Ich habe viele Eigenschaften des Selbstzweiflers in mir selbst wiedererkannt. Muss aber auch sagen, dass diese wiederum nur in gewissen Situationen übereinstimmen. Wenn ich beispielsweise eine Arbeit schreibe oder einen Vortag halten muss, dann bin ich so ziemlich immer sehr selbstzweifelnd. In anderen Situationen bin ich allerdings sehr selbstbewusst. Ich denke, dass ich auch eine Mischform bin und sich viele Typen in mit vereinen und in den verschiedensten Situationen zum Vorschein kommen.

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    1. Es kommt ja auch darauf an wie entwickelt man selbst ist….es ist aber auch mal interessant aus der Entfernung zu betrachten, was da eigentlich für Gefühle aufgekommen sind und dann vielleicht auch mal zu schauen, welches das UR-Gefühl ist….oft sind es Situationen die einen zwar heute überfordern, aber ihre „Geburt“ bereits in der Kindheit hatten….wir reagieren deswegen so heftig darauf, weil wir es zum einen nicht anders gelernt haben und es eine „Schutzmaßnahme“ ist, so zu sagen ein Überlebensinstinkt, und zum Anderen weil wir unsere Gefühle z.B. deckeln bis wir platzen….also beim Deckeln mehrere Situationen erlebt und übergangen oder nicht zufriedenstellend „erledigt“. Liebe Grüße !

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