Besuch

Es kommt immer mal wieder vor, dass in eurem Umkreis jemand erkrankt. Eine Krankheit die nicht gerade angenehm verläuft und sich hartnäckig fest zu setzen scheint.

Oder ihr seid eben selbst die betroffene Person.

Viele Außenstehende werden durch diese Situation verunsichert.

Sie würden gerne helfen…bieten sich an…manchmal zögerlich..sind innerlich hin und her gerissen….wie weit darf ich mich denn eigentlich anbieten? (siehe unten) Oder sie ziehen sich zurück. Manchmal aus Angst oder anderen Gefühlen. Sie könnten ja von diesen übermannt werden….etc.

Und die kranke Person hat mit sich zu „kämpfen“…mit Gedanken wie:

Mein Körper verändert sich. Ich bin nicht mehr die/der Alte.

Warum ich?

Wieso bekomme ich nicht mehr Unterstützung? oder

Wieso drängen mich alle? Ich kann nicht mehr.

…..

Beide Seiten müssen sich plötzlich neu ordnen.

An die Personen denen Ihr Leben sich fürs erste grundlegend verändert:

❤ Ihr seid schön, so wie ihr seid! Auch wenn sich die „Schale“ verändert…euer Herz ist immer noch das selbe…nur eben mit anderen neuen Aufgaben…..

…eine Freundin erzählte mir einen Satz, der bei mir hängen blieb:

Lebe nicht die Krankheit, sondern lass die Krankheit mit dir Leben.

Bietet dir jemand Hilfe an….du entscheidest ob du sie willst.

Möchte dich jemand besuchen….du entscheidest ob du es willst und du entscheidest wie lange der Besuch letztendlich da ist. Nicht der Andere! Freunde zu treffen, kann sehr gesundheitsfördernd sein und auch Glückshormone schenken. Versuche es…wenn du soweit bist.

Möchtest du zuerst selbst klar kommen…dann tu das. Schau nur das der Abstand zu Anderen ein gesunder (für dich) bleibt. Komplette Isolation ist eher nicht geeignet…

Fühlst du dich nicht gut, dann sage ab. Es ist völlig ok! ❤

Willst du darüber reden, dann rede. Lass es raus…du darfst auch Ängste haben und dich miserabel fühlen….es ist absolut verständlich!

Vielleicht fallen dir Dinge/Orte ein, die dich schon immer glücklich gemacht haben, wo du nicht einmal weit weg fahren musst, um das ein wenig genießen zu können. An die schönen Momente erinnern. Etwas gutes für sich selbst tun….oder besorgen lassen. Scheue dich nicht danach zu fragen…Kannst du mir…?

Plötzlich dreht sich bei dir die Welt nur um dich…. dein Inneres, dein Körper….das Außen wird unwichtiger…außer die Menschen die dich umgeben.

Ich wünsche euch aus vollstem Herzen Genesung und Unterstützung! Möge die Sonnenseite mehr erstrahlen! ❤ ❤ ❤

An diejenigen, welche außen stehen:

Ihr könnt euch anbieten ohne Druck auszuüben. Wir haben gelernt, dass man Menschen nicht zwingen soll.

Durch kleine Gesten zeigen: Ich bin, so gut es mir möglich ist, für dich da!

Kleine Nachrichten schreiben….doch bitte ohne Erwartungen! Selbst wenn sie es gelesen haben sollten, sie/er muss und kann evtl. gerade nicht zurück schreiben. Es wird einen Grund haben!

Macht ihr einen spontanen Besuch, darf die Person auch spontan entscheiden ob das ok für sie ist oder ob sie ihre Ruhe braucht…

Die kranke Person kann sich nicht um euch kümmern und das sollte sie auch nicht.

Ebenso ist es auch nicht sinnvoll sie wie rohe Eier zu behandeln. Mitleid ist anstrengend! Und es fühlt sich für die betroffene Person sehr unangenehm an…sie fühlen sich dadurch schlechter, trotz gut gemeinten Besuch. Ich kann euch aber verstehen. Wie kann ich sonst damit umgehen? Wohin mit meinen Gefühlen in dieser Zeit? Kann ich es ansprechen, dass es mir dadurch auch nicht gut geht oder ist das unangemessen?

Mitgefühl ist vollkommen ok.

Ist die Person gerade nicht anwesend, dann kümmere ich mich um mich. So sehe ich das. Ich finde es persönlich nicht unangemessen sich mitzuteilen. So lange es nicht in einem Drama endet.

Melde dich!

Eure Anny

 

 

10 Gedanken zu “Besuch

    1. Viele Menschen beachten hier wiederum nicht ihre eigene Energie..ihre Ausstrahlung…die eine solche Situation definitiv beeinflusst… Wann blockt denn jemand ab? …natürlich hat es einen Grund bzw. mehrere. Anbieten (im gesunden Maße) geht trotzdem oder eben zu zeigen: Ich bin da…ich bin sogar da, auch wenn du gerade den Abstand brauchst. – Ich habe damals abgeblockt, weil ich Druck spürte. Enormen Druck….der auch von mir selbst kam, da ich ja funktionieren wollte. Helfen kann sogar als Übergriffig (der kranken Person gegenüber) empfunden werden…“Du schaffst es nicht allein“ – „Du brauchst uns“…..Welche Art von Hilfe ist hier eben das Wichtige…Welche Art…mit welchem Zweck dahinter? …..

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      1. ich finde die Situation generell nicht einfach….das was ich jetzt nieder geschrieben habe, das ist das was mir aufgefallen ist und ich denke, dass auch nicht jeder damit konform geht oder gerade gehen kann…Familie, Bekannte…ein geliebter Mensch….ich würde mich natürlich freuen, wenn es Menschen gibt, die diese Liste erweitern oder eben sagen, was sie brauchen würden und gerade brauchen…sie machen es sich damit ja auch bewusst und das Umfeld kann evtl besser drauf eingehen…..mmh

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      2. ja…..natürlich… ich dachte mir so: Sie lesen meine Beispiele…sie überprüfen evtl ob das für sie auch gelten würde……ich denke das es Menschen die bereits etwas länger damit zu tun haben…sich auch evtl eher darauf einlassen können…jemand der es erst jetzt erfahren musste, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht viel mit meinem Post anfangen….außer das er merkt…er ist nicht allein verunsichert….ich lasse mich überraschen und schaue was kommt.

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    1. Ja das auch….darüber könnte ich auch noch einen separaten Post verfassen…mir kam vorhin auch dieser Gedanke….ich glaube das ist so ein Anteil von mir, den ich damals auch hatte, aber noch nicht so wirklich akzeptiert hab 🙂 ….danke für die Idee!….

      Gefällt 1 Person

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